| Die Phyllis - Krystal - Methode
Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach einer Wahrheit, die
nicht auf Glauben beruht, sondern durch eigene Erfahrung zum
Wissen wird. Wie aber lässt sich dieses Wissen, diese innere
Wahrheit finden? Die in Amerika lebende Psychologin Phyllis Krystal
hat einen faszinierenden Weg zu diesem inneren Wissen gefunden,
das, wie sie erfahren hat jeder Mensch in sich trägt. Über
mehrere Jahrzehnte entwickelte sie eine Imaginationsmethode,
die uralte esoterische Weisheit und Erkenntnisse moderner Tiefenpsychologie
nach C.G Jung miteinander verbindet.
Durch geeignete Symbole und spezielle Visualisierungstechniken
wird der Kontakt zur eigenen wahren Identität, sie nennt es „Höheres
Bewusstsein“ oder „Höheres Selbst“ wieder
hergestellt. Der Begriff Höheres Selbst bezeichnet den Aspekt
der Seele, der das eigene, unverfälschte Wesen ausmacht, zu
dem man aber mit dem verstandesmäßigen Denken keinen
Zugang hat. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen
die Impulse des Höheren Bewusstseins das persönliche
Leben lenken und verändern, ohne dass man sich dessen bewusst
ist. Das Höhere Selbst zeichnet sich durch vollkommenes Wissen
und Erkennen von Sinn und Ziel des persönlichen Lebens und
der allgemeinen menschlichen Existenz aus. Mit diesem Aspekt der
Seele kann man teilhaben am gesamten kosmischen Wissen. Das Höhere
Selbst kann zur sicheren Führung werden, wenn man bereit ist,
bewusst mit ihm in Verbindung zu treten.
Phyllis Krystal ist während ihrer langjährigen Arbeit
zu der Überzeugung gekommen, dass die meisten Schwierigkeiten,
mit denen die Menschen zu tun haben, darauf zurückzuführen
sind, dass sie den Kontakt zu ihrer inneren Führung, ihrem
Höheren Selbst verloren haben. Die Phyllis-Krystal-Methode
spannt den Bogen vom Unbewussten zum höheren Bewusstsein,
das sich z.B. in Bildern ausdrückt, oder in spontanen Erkenntnissen
und plötzlichen Wissen. Mit Hilfe seiner Hinweise kann man
innerhalb dieser Arbeit Einfluss auf das Unbewusste nehmen und
Veränderung bewirken. So beginnt der Suchende unter dem Schutz
und der Führung seines eigenen höheren Wissens einen
Selbstfindungsprozess, der eine dauerhafte Rückbindung an
das Höhere Bewusstsein zum Ziel hat.
Es stellt sich die Frage; wie es überhaupt dazu kommt, dass
die ursprüngliche Verbindung zur eigenen, wahren Identität
verloren geht. Die Antwort darauf wird deutlich, wenn man sich
bewusst macht, dass das Kind aus dem Erleben des „Eins-Seins“ in
die Welt hinaus geboren wird. Es macht zum ersten Mal die schmerzliche
Erfahrung des „Getrennt-Seins“. Damit es heranwachsen
und überleben kann, entwickelt es zu nahen Verwandten und
Geschwistern; später dann auch zu anderen Personen, die dabei
mitwirken, das Kind zu lenken und zu beeinflussen. Um Liebe und
Sicherheit zu bekommen, passt es sein Verhalten den äußeren
Gegebenheiten an. Dafür gibt es aber Schritt für Schritt
das Bewusstsein der Einheit mit seinem authentischen „Sein“ auf.
Allmählich entwickelt sich in dem Kind ein begrenztes, abhängiges „Ich“,
ein persönliches „Ego“, das zu seiner lenkenden
Autorität wird. So verstricken sich die meisten Menschen im
Laufe ihrer Entwicklung tief in die Fäden ihrer Abhängigkeiten.
Die Wünsche, die aus ihren unerfüllten kindlichen Bedürfnissen
erwachsen, halten sie gefangen, binden sie und machen sie abhängig
von Personen und den verschiedensten Dingen, von denen sie sich
Befriedigung und Sicherheit versprechen. Ziel der inneren Arbeit
ist es, von diesen Abhängigkeiten, einengenden Bindungen und
beschränkenden Verhaltensmustern frei zu werden, um sich allmählich
in allen Bereichen des Lebens so ausdrücken zu können,
wie es dem eigenen Selbst entspricht. Der Kern der Arbeit von Phyllis
Krystal besteht also darin, alte zwanghafte Bindungen zu lösen.
Das Verhalten des erwachsenen Menschen wird vorwiegend von Programmen
gesteuert, die sich aus den Eindrücken und Erfahrungen der
Kindheit zusammensetzen und im Unbewussten in Form von Bildern
und Symbolen gespeichert sind. Zu diesem Bereich der Psyche hat
der bewusste Verstand keinen direkten Zugang.
Daher arbeitet Phyllis Krystal mit Bildern, die der Übende
vor seinem inneren Auge entstehen lässt und mit rituellen
Handlungsabläufen, die in der Vorstellung ausgeführt
werden, um mit dem Unbewussten in Kontakt zu treten und ihm in
seiner eigenen Sprache, Mitteilungen zu machen. Das Unbewusste
ist nicht nur in der Kindheit, sondern zu jeder Zeit beeindruckbar.
Daher ist es in jedem Lebensalter möglich positiv auf die
gespeicherten Verhaltensprogramme einzuwirken. Auf diese Weise
können alte Verletzungen geheilt und überholte Muster
aus der Kindheit gelöscht werden, so dass sich neue, der eigenen
Persönlichkeit angemessene Verhaltensweisen entwickeln können.
Im Laufe der Arbeit haben sich verschiedene Übungen für
bestimmte Problembereiche als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Neben den „Pubertätsriten“ in denen einengende
Bindungen zu den Eltern, oder zu anderen Personen gelöst werden
arbeitet Phyllis Krystal beispielsweise mit Schutzsymbolen und
mit Übungen zum Auflösen negativer Emotionen oder einengender
Rollen. Ein wichtiger Bereich dieser Arbeit besteht aus Übungen,
die uns emotionale Nahrung zuführen und damit Defizite aus
der Kindheit ausgleichen.
Mit der Phyllis-Krystal-Methode kann man allein, zu zweit oder
in Gruppen arbeiten. In ihren Seminaren arbeitet Phyllis Krystal
in großen Gruppen. Auf die Frage, welche Vorkehrungen sie
treffe, damit die einzelnen Teilnehmer nicht zu etwas hingeführt
werden was sie nicht verkraften können, antwortet sie: „Wie
in der Einzel- und Partnerarbeit, sind auch in der Gruppenarbeit
alle Teilnehmer mit dem Höheren Bewusstsein verbunden, werden
von ihm in ihrem inneren Prozess geführt und stehen unter
seinem Schutz. In der Gruppenarbeit benutze ich als Symbol für
diese Verbindung den „Maibaum“, der dem Dreieck in
der Einzel- und Partnerarbeit entspricht. Ich selbst bin immer
wieder beeindruckt von den überraschenden Problemlösungen,
die sich im Laufe des inneren Lernprozesses durch die weise und
umsichtige Führung des Höheren Bewusstseins zeigen.“
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